unterm strich:
Die österreichische Medien- und Kulturwissenschaftlerin Marie Luise Angerer ist gestorben. Die 1958 in Bregenz geborene Wissenschaftlerin war Inhaberin des Lehrstuhls für Medienwissenschaft im Studiengang Europäische Medienwissenschaft am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam. Angerers Forschungsschwerpunkte umfassten Medientechnologien und Körpertheorien, Wissenskonfigurationen und künstlerische Praxen. Ein wiederkehrendes Thema in ihrer Forschung war die Frage danach, wie das Humane gedacht und im Kontext neuer Medientechnologien verstanden wird. „Angerer war mit ihren Studien und wissenschaftlichen Arbeiten zu Körpertheorien in Zusammenhang mit Medientechnologien eine der Pionierinnen dieser Forschungsthematik“, meint Eva Blimlinger, Kultur- und Wissenschaftssprecherin der Grünen. Etwa erschien 1999 der Band „Body Options“, in dem Angerer bereits damals den Körper in Zusammenhang mit Digitalisierung und virtuellen Räumen ins Zentrum ihrer Forschung stellte.
Daniel Kehlmann erhält den Ludwig-Börne-Preis 2024. Der Schriftsteller und Essayist sei von der alleinigen Preisrichterin, der Verlegerin und früheren Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg, ausgewählt worden, teilte die Ludwig-Börne-Stiftung in Frankfurt am Main am Montag mit. Der nach dem Publizisten Ludwig Börne (1786–1837) benannte und mit 20.000 Euro dotierte Preis für herausragende Essays, Kritik und Reportagen soll am 9. Juni in der Frankfurter Paulskirche überreicht werden. Kehlmann sei ein virtuoser wie subtiler Erzähler von Parallelwirklichkeiten, begründete von Lovenberg die Wahl. Der Ludwig-Börne-Preis wurde erstmals 1993 vergeben. Er erinnert an den Frankfurter Schriftsteller und Journalisten, der wegen seiner scharfzüngigen Prosa als einer der Erfinder des Feuilletons gilt. Vorherige Preisträger waren unter anderen Hans Magnus Enzensberger, Joachim Gauck, Peter Sloterdijk, Marcel Reich-Ranicki und Rudolf Augstein. Im vergangenen Jahr erhielt Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) den Preis.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen