: Gelang-weilte Kinder futtern mehr
Binnen vier Minuten nahmen gelangweilte Kinder im Mittel rund 80 Prozent mehr Kilokalorien auf als die Kinder einer Kontrollgruppe, berichtet ein Forschungsteam von der Aston University in Birmingham im Fachjournal Food Quality and Preference.
Bei dem britischen Experiment wurden rund 120 vier und fünf Jahre alte Kinder in Gruppen eingeteilt. Die Langeweilegruppe musste einige Minuten am Tisch sitzen und warten. Anschließend musste jedes dieser Kinder nochmals vier Minuten warten, konnte sich aber entweder an Snacks wie Keksen, Chips und Karottensticks bedienen oder sich mit Spielsachen beschäftigen. Erst danach durften sie das Puzzle machen.
Bei der Kontrollgruppe wurde keine Langweile durch eine Wartezeit ausgelöst. Sie lösten das Puzzle direkt, danach wurde ihnen auch die Wahl überlassen, vier Minuten zu snacken oder zu spielen.
Die gelangweilten Kinder nahmen nach Auswertung in den vier Snack-Minuten im Mittel 42 Kilokalorien – und damit knapp 80 Prozent – mehr zu sich als Kinder der Kontrollgruppe. Dieser Effekt war dann besonders ausgeprägt, wenn die Eltern regelmäßig Süßigkeiten einsetzten, um ihre Kinder zu beruhigen oder zu beschäftigen. (dpa)
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen