südwester: Asche zu Asche
Sein hemdsärmeliger Umgang mit den Resten Verstorbenerhat einen Bestatter aus dem niedersächsischen Bad Zwischenahn jetzt 2.100 Euro gekostet – 30 Tagessätze à 70 Euro. Das Landgericht Oldenburg konnte zwar nicht nachweisen, werdrei Urnen mit Staub und Dreckstatt mit Asche befüllt hatte. Es verurteilte ihn aber dafür, dass er eine Auszubildende dazu überredet hatte, eine Urne vorerst ohne die richtige Asche beizusetzen. Die Asche war demnach nicht rechtzeitig vor der Beisetzung vom Krematorium zurückgekommen. Der südwester wundert sich ein bisschen über das Aufheben, das von der Sache gemacht wird. Schließlich lautet die liturgische Formel zur Bestattung nicht nur „Asche zu Asche“ sondernauch „Staub zu Staub“. Das hat der Mann beherzigt. Es ist ja ein bisschen wie beim Essen: Im Magenkommt alles zusammen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen