piwik no script img

der schwerpunkt

Hyperlokale Blogs: Dass Lokalzeitungen auf dem Rückzug sind, ist ja schon länger klar, doch es schien einmal eine Alternative zu geben, die sogar Hoffnungen auf ein anderes, besseres, demokratischeres Internet machte: Blogs wie neukoellner.net hielten ihre Le­se­r:in­nen über die Nachbarschaft – in diesem Fall den Berliner Bezirk Neukölln – auf dem Laufenden, indem sie viel näher rangingen als eine Lokalzeitung das je könnte. Zu einer Zeit, als Neukölln in den Schlagzeilen noch als „Problembezirk“ gehandelt wurde, beschrieb der Blog, wie der Stadtteil zum Versuchslabor für Studierende und Kreative wurde, porträtierte die neu eröffneten Ateliers und Bars oder trieb sich herum auf Nachbarschaftsfesten und Bezirksversammlungen. Noch 2015 gab es allein in Berlin 150 solcher lokalen Blogs. Inzwischen sind die meisten davon eingestellt – weil sie niemand mehr betreibt. Zum Thema

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen