BRAND IN URANANREICHERUNGSANLAGE

Atomkraftgegner fordern Abschaltung

BOCHUM taz | Nach einem Brand in Deutschlands einziger Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau fordern Atomkraftgegner das sofortige Ende der Atombrennstoff-Produktion. Rot-Grün in NRW müsse die Betriebsgenehmigungen für die UAA „endlich aufheben“, so Udo Buchholz, Vorstand im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz. Antiatomaktivisten warnen seit Jahren vor einem Flugzeugabsturz oder Transportunfällen. Zum Betrieb der Anlage fahren immer wieder Züge mit hochgiftigem und radioaktivem Uranhexafluorid mitten durch die Ballungszentren Nordrhein-Westfalens.

Trotzdem scheuten SPD und Grüne offenbar den Konflikt mit den Atomstromkonzernen RWE und Eon, klagen Antiatomaktivisten – die UAA-Betreiberfirma Urenco gehört den Stromriesen zu einem Drittel.

Urenco hatte am Freitag einräumen müssen, dass es bereits am Donnerstag zu einem Schwelbrand in einem Schaltschrank zur Stromversorgung gekommen war. Radioaktivität sei bei dem meldepflichtigen Ereignis aber nicht ausgetreten, hieß es. (wyp)