meinungsstark:
Auch das noch: Unbekannt verzogen
betr.: Die Deutsche Post
Liebe tazler:innen, ich habe neulich einen Brief an die Deutsche Post geschrieben, weil mich deren unübersichtliche Homepage genervt hatte, auf der ich keine E-Mail-Adresse finden konnte. Nach fast zwei Wochen kam der Brief zurück mit dem Vermerk, dass die Deutsche Post nicht bei der Deutschen Post zu ermitteln sei … Hanne Lünstroth, Berlin
Auf jeden Fall: Nerven behalten!
betr.: Gefangen im Rollenspiel
Willkommen bei dem Live-Rollenspiel „Corona“! Sie befinden sich nun alle auf dem nächsten Level. Meiden Sie Kontakte und behalten Sie die Nerven. Motivieren Sie sich gegenseitig und vermeiden Sie, Fett anzusetzen oder unangemessene Mengen Alkohol zu trinken. Behalten Sie immer ein Lächeln im Gesicht, auch wenn Ihnen zum Heulen zumute ist. Genießen Sie die Aussicht aus Ihrem Fenster. Es regnet, aber Sie sitzen im Trockenen. Für alles, was Ihnen von nun an geschieht, seien Sie unglaublich dankbar. Aber niemand zwingt Sie zur Teilnahme, alles ist ausnahmslos freiwillig.
Christine Eschbach. Köln
Von der Hybris zum Kompost?
„Geoengineering: Heil oder Hybris?“, taz vom 13. 11. 21
Ganz klar: Hybris. Es gibt bereits eine ausgereifte Carbon-Capture-Technologie: Sie nennt sich Photosynthese. Es gibt hervorragende Carbon-Storage-Technologien: Kompostieren und Pyrolyse. Beide Verfahren ermöglichen es, den Kohlenstoff relativ effizient und dauerhaft im Boden zu binden und in fruchtbaren Humus zu verwandeln. Die nötigen Anbauflächen dafür sind zum Beispiel die Fassaden und die bisher noch versiegelten Flächen unserer Städte. Die müssen wir ohnehin massiv begrünen, damit man die kommenden Hitzesommer überleben kann. Den Kompost brauchen wir, um die von der industriellen Landwirtschaft getötete Humusschicht wieder zu beleben. Sonst wächst da mittelfristig nichts mehr. Eine perfekte Win-Win-Win-Situation. Aber kein German HighTech Engineering. Nicht „sexy“ genug für Venture Capital. Zu einfach für Regierungsprogramme. Aber einfach genug, damit jeder damit anfangen kann: Jede verfügbare Fläche bepflanzen und die „Ernte“ in die Biotonne – nicht optimal, aber ein Anfang. Rainer Assmann, Filderstadt
Auch wahr: Frühstück war Gestern!
betr.: Motel One Hotel
Dear taz, I am vaccinated, and usually I am coming to eat breakfast at motel one hotel as a non-guest. Today they told me they are not allowed to sell me breakfast, because hotels can now choose between the 3G or 2G models. But if they choose 3G they must maintain some seperation between the guests and non-guests during breakfast time. Since it‘s not possible for them to create a seperation they are not allowed to sell breakfasts for non-guests. The result is that I, a fully vaccinated person, am kicked out, and people (guests) who are not vaccinated are allowed in. I think this is not quite right, or serving the purpuse of encouraging people to get vaccinated. Roi Tevel, Berlin
An der Grenze: Tragödie mit Vorsatz
„EU sieht Geflüchtete als ‚hybride Bedrohung‘“,
taz vom 16. 11. 21
Lukaschenko will uns mittels der Flüchtlinge erpressen. Das geht nur, weil wir uns falsch und unanständig verhalten wollen. Wir sollten sie nehmen – und zwar gleich aus den Heimatländern und in einem geregelten Verfahren. Die Einwohnerzahl im Gebiet der BRD sinkt. Ganz Europa geht’s genauso, Russland und Belarus sogar noch schlechter. Sie finden für ihre maroden politischen Systeme keine Einwanderer, zu uns strömen sie hin. Das sollten wir nutzen, indem wir durch straffe Integration und alsbaldige Arbeitsaufnahme vollwertige Mitbürger gewinnen. Hans Georg Hovermann, Dortmund
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen