südwester: Jungdemokratisch
Ob Festnetztelefon, Tageszeitung oder Volksparteien: Jungen Leuten sagt all das kaum noch etwas. Auf diesem betrüblichen Zustand will es die Hamburger CDU nicht einfach so beruhen lassen und hat eine „umfrage für die junge generation“ gestartet, im Internet und folgerichtig flankiert durch eine Postkartenkampagne. Die Idee ist, „uns eure ehrliche meinung und kritik anzuhören“, darauf fußend dann die eigene (Oppositions-)Arbeit „auf einen jungen kurs“ zu lenken. Zu tun hat das auch damit, dass man bei der jüngsten Bürgerschaftswahl nur rund sechs Prozent unter 16- bis 25-Jährigen einheimste. Bei allem Verständnis für das Interesse, sich ranzuwanzen an die Wähler*innen von morgen: „Antiklima, alt und spießig“ zu sein, wie’s passiv-aggressiv die Postkarten behaupten, das widerlegt keine CDU, die sich ernsthaft vorstellen kann, angeführt zu werden von – Friedrich Merz.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen