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brief des tages

Zum Leidwesen von Mensch und Tier

„Tönnies legt Gütersloh lahm“, taz vom 23. 6. 20

Die Bezeichnung „Fleischfabrik“ verspricht nichts Gutes.

Wie mit Menschen und Tieren umgegangen wird, nur damit es billig, billig, billig ist. Dieses Fleisch will doch wohl niemand essen. Die Angst, der Stress, die Panik, die die Tiere befällt, sobald sie das Blut in den Schlachtfabriken riechen. Wir essen all das mit. Die Menschen, die dort unter Bedingungen ähnlich wie Sklaven arbeiten und wohnen.

Wen wundert es, wenn die Welt beziehungsweise Corona uns zum Innehalten zwingt. Uns dazu zwingt, darüber nachzudenken, was wir mit unserer einen Welt und allem, was darauf lebt, machen.

Natur, Mensch, Tier. Alles nur zum Genuss und zum Vergnügen?

Es gibt Höfe, die einige wenige Tiere in der Woche schlachten, sie von weitab gelegenen Weiden holen und sie in die Nähe der Schlachträume bringen. Dort dürfen die Tiere noch eine Weile weiden. Wenn der Schlachttag naht, werden diese Tiere erschossen. So haben sie verminderten Stress, und das Fleisch ist ein Genuss.

Christl Saarbourg, Karlsruhe

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