taz­čÉżsachen

Au├čerirdisches im Geldbeutel

Am Dienstag erinnerte ich mich an die Exoplaneten in meinem Geldbeutel. Sie waren noch da. Ich trage sie seit 1997 bei mir, auf einem Ausschnitt aus der Zeitschrift Newsweek (s. Bild). Exoplaneten, das sind Planeten, die nicht um unsere Sonne kreisen, sondern um andere Sterne. Gestern bekamen Michel Mayor und Didier Queloz einen halben Nobelpreis f├╝r die Entdeckung des ersten Exoplaneten 1995, der um einen der Sonne ├Ąhnlichen Stern kreist, 51 Pegasi. Den hab ich nicht im Geldbeutel, sondern die drei Planeten um Upsilon Andromedae. Dort entdeckte man 1996 den ersten Stern mit mehreren Planeten, au├čer unserer Sonne. Ich war damals zutiefst fasziniert: Wenn man ├╝berall, wo es die Messmethoden zulassen, neue Planeten entdeckt, dann ist das Universum wohl voll davon. Billionen Planeten. Und irgendwo lebt was? Bestimmt. Guckt zu uns, sinniert: aha, ein Exoplanet. Daran dachte ich, die Stimme von taz-Eins-Redakteur Ralf Pauli h├Ârend, wie er aus Wikipedia zu Exoplaneten vorlas. Belustigt, weil irgendwie freakig. Exoplanet. Ich bin froh, dass es die gibt. Stellen Sie sich vor, es g├Ąbe sie nicht: Und die eselige Menschheit w├Ąre der Mittelpunkt des Universums. Die andere Nobelpreish├Ąlfte ging ├╝brigens an einen gewissen James Peebles. Ingo Arzt