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Männliche Barbarei

Das Arsenal öffnet wieder die Tür zu einem Filmland, von dessen Vergangenheit man wenig weiß: Korea. 1955 entstand „Spring on the korean peninsula – Piagol“, (heute um 20 Uhr im Arsenal). Der Film erzählt von einer Partisanengruppe gegen Ende des Koreakriegs, die verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit in den Norden sucht. Allein die Tatsache, dass der Film nur zwei Jahre nach Kriegsende kommunistische Partisanen ins Zentrum rückte, brachte ihm den Vorwurf nordkoreanischer Propaganda ein. Aus heutiger Sicht wirkt „Pialgol“ wie eine Studie über männliche Barbarei. Sein unbarmherziger Blick darauf erscheint wie eine Vorwegnahme der Filme von Kim Ki-duk.