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Samstag war Demo-Tag

Insgesamt mehr als 4.000 Menschen haben der Polizei zufolge am Samstag gegen Rechtsextremismus und die türkische Offensive in Nordsyrien demonstriert. Beide Demonstrationen verliefen friedlich. Rund 3.200 Menschen nahmen an einem Protestzug gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien teil. Die Demo ging am Gerhart-Hauptmann-Platz zu Ende. Ein dort errichtetes Protestcamp, das eigentlich bis zum Ende des türkischen Militäreinsatzes hätte bleiben sollen, wurde bereits nach wenigen Stunden aufgegeben. (dpa)

Anschlag auf Arztpraxis

Nach der Buttersäure-Attacke auf die Arztpraxis des ehemaligen Schura-Vorsitzenden Mustafa Yoldas hat der Rat der Islamischen Gemeinschaften (Schura) den Anschlag verurteilt. Ein unbekannter Täter war am Freitagnachmittag in die Praxis in Altona eingedrungen und hatte Buttersäure verspritzt. Zwei Personen erlitten Atembeschwerden und mussten medizinisch behandelt werden. Yoldas hatte 2018 eine türkische Militär-Offensive gegen kurdische Milizen im Nordwesten Syriens auf Facebook ausdrücklich befürwortet. Seine Kollegen im Schura-Vorstand distanzierten sich und legten ihm den Rücktritt nahe. Yoldas entschuldigte sich, ließ seine Schura-Ämter ruhen und stand schließlich nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. (epd)

Hilfe bei Zeugenaussagen

Die Zeugenbetreuungsstelle am Landgericht Hamburg soll ausgebaut werden. Das sieht ein gemeinsamer Antrag von SPD und Grünen vor, über den die Bürgerschaft am 23. Oktober abstimmen soll. Vorgesehen sind zwei zusätzliche Stellen, teilten die Regierungsfraktionen am Sonntag mit. Die Zeugenbetreuungsstelle berät und begleitet vor allem Zeugen von Straftaten. (dpa)