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boulevard der besten

Tanja Lau

Foto: taz

Unser taz-Journalismus versteckt sich hinter keiner Paywall. Was wir publizieren und in die Öffentlichkeit tragen, ist frei verfügbar. Guter Journalismus indes ist nicht umsonst zu haben – er kostet Geld: Und dieses Finanzielle erlöst sich immer mehr über das, was wir „taz zahl ich“ nennen – ein Onlinebezahlmodell, das die Möglichkeit bietet, für einzelne Texte zu spenden und einen Obolus zu entrichten. Freiwillig – und zwar immer. Seit Mai 2019 leitet die taz-zahl-ich-Abteilung unsere neue Kollegin Tanja Lau.

1990 in Heidelberg geboren betreibt die studierte Germanistin als Hobby englischsprachiges Improtheater. Lau hat nach ihrer universitären Ausbildung, während der sie die Redaktionsleitung einer Studierendenzeitung inne hatte und das Campus Radio Kassel mit begründete, ein Volontariat bei einer TV-Produktionsfirma in Hamburg absolviert. Ehe sie zur taz kam hat sie auch für TV-Satireformate öffentlich-rechtlicher Sender gearbeitet. Kurzum: Ihre Vita deutet auf Interessen in vielerlei Hinsicht hin, sie ist keine Journalistin in engen Wahrnehmungstunneln. Wie kam sie zur taz? Sie erzählt: „Über eine Betreffzeile, die mein Interesse weckte: ‚taz-Zukunft mitgestalten‘. Es war der Newsletter der taz Genossenschaft, den ich vor fünf Jahren abonniert hatte. Einige Mitglieder unserer Studierendenzeitung hatte sich für einen taz Panter Workshop beworben – genommen wurde ich nicht, sondern meine Freundin Nataliya. Jedenfalls erschien die E-Mail in meinem Postfach, als ich gerade nach einer Aufgabe suchte, mit der ich etwas Geld verdienen und zugleich leben konnte. ‚Die Zukunft des Journalismus prägen‘ klang nach einer guten Aufgabe.“

Worauf aber freute sie sich zu Beginn am meisten? Was schätzt und mag sie an der taz? „Da muss ich nicht lange überlegen, das wusste ich irgendwie schon, als ich noch nicht meine Arbeit im sechsten Stock des neuen taz-Hauses hatte. Auf die Menschen, die die taz besonders machen und denen sie ihre hohe Anerkennung selbst bei Konkurrenz und Konservativen verdankt – auf die war ich gespannt. Bisher wurde ich nicht enttäuscht. Ich höre hier in der Redaktion oft, dass wir nicht groß sind, aber punktuell laut. Ich finde, mindestens genauso wichtig ist, dass wir verlässlich anders sind und zu jedem wichtigen Thema die Fragen stellen, auf die sonst keiner kommt.“ Jan Feddersen