unterm strich

Shitstorm gegen Popstar

Der deutsche Popstar Herbert Grönemeyer sieht sich momentan einem Shitstorm ausgesetzt. Rechte Trolle haben ihn als Goebbels bezeichnet und einen Aufruf von Grönemeyer mit Nazi-Propaganda verglichen. Zurzeit ist der 63-Jährige auf großer Tour mit seinem neuen Album „Tumult“. So spielte er in Berlin vor zweimal 20.000 Zuschauern in der ausverkauften Waldbühne. Unmittelbar vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg hatte Grönemeyer ein Video mit einem Antifa-Appell veröffentlicht: #keinmillimeternachrechts. Darin sprach er etwa unter anderem von der Sorge, „dass sich kein Gedankengut bei uns breitmacht, das schon mal vor 80 Jahren in den Abgrund geführt hat“. Der rechtsradikale AfD-Politiker Björn Höcke behauptete in einem Tweed, Grönemeyer wolle „jene belehren, die mit den Konsequenzen seiner politischen Spinnereien leben und mit ihren Steuern alles bezahlen müssen“. Weitere AfD-Politiker haben Grönemeyer beleidigt. Unterstützung bekommt er von Außenminister Heiko Maas: „Es liegt an uns, für eine freie Gesellschaft einzutreten und die Demokratie gemeinsam zu verteidigen“, schrieb der SPD-Politiker am Sonntag auf Twitter. „Danke an Herbert #Groenemeyer und allen anderen, die das jeden Tag tun.“