Zug der Liebe 2019

Viel Liebe und ein bisschen Stress

Mit 25 Musikwagen und Tausenden tanzenden RaverInnen ist am Samstag der „Zug der Liebe“ durch Berlin gezogen, Motto: „30 Jahre Mauerfall – Gegen neue Meinungsmauern“. Nach Angaben der Veranstalter liefen deutlich mehr als 10.000 Menschen von Treptow durch Kreuzberg nach Friedrichshain. Einige TeilnehmerInnen trugen Plakate mit Slogans wie „Save Mauerpark“, „Ich tanze für Bier“ oder „Für die Liebe auf die Straße“. Demo-Sprecher Jens Schwan erklärte das politische Anliegen: „Es hat sich eine neue Mauer gebildet, bei vielen Leuten im Kopf. Diese wollen wir einreißen.“ Nicht alle AnwohnerInnen waren begeistert von den vielen betrunkenen Party-DemonstrantInnen. Die Polizei twitterte: „Eine Bitte im Namen aller Hauseingänge an der Demostrecke beim #ZugderLiebe. Sie lieben es eher sauber und trocken zu bleiben.“ Nach Ende des Zugs geriet die Lage am S-Bahnhof Ostkreuz teilweise außer Kontrolle. Tausende Menschen wollten ihn als Übergang zum Kneipenkiez nutzen oder von hier abfahren. In der Folge war der Bahnhof von einer angetrunkenen Menge so überfüllt, dass sich nichts mehr bewegte und die Stimmung zunehmend aggressiver wurde. Der S-Bahn-Verkehr war für fast eine Stunde lang komplett unterbrochen. (dpa)