5 dinge, die wir diese woche gelernt haben

1Bielefeld wehrt sich

Biele was? Vor 25 Jahren setzte ein Informatikstudent die Bielefeldverschwörung in die Welt. Er behauptete: Bielefeld existiere nicht. Nun will die PR-Abteilung der Stadt dieser Posse ein Ende bereiten und der Person, die ein für allemal belegt, dass es Bielefeld nicht gibt, eine Million Euro zahlen. Beweise müssen bis zum 4. September vorliegen. Was aber, wenn herauskommt, dass es Bielefeld nicht gibt? Dann gibt es auch die Pressestelle nicht. Und wenn es die nicht gibt, gibt es auch kein Geld.

2 Menschenhandel ist opportun

Der spanische Fußballverein Real Madrid habe dem französischen Hauptstadtklub Paris Saint-Germain ein seltsames Angebot gemacht: Für Superstar Neymar boten die Madrilen*innen laut der L’Équipe 100 Millionen Euro plus drei Spieler: Gareth Bale, Keylor Navas und James Rodríguez. Diese Meldung bitte noch einmal ganz langsam lesen: Neymar, ein Kicker, soll für drei Menschen, die auch kicken können, und 100 Millionen eingetauscht werden. Der Pariser Klub lehnte übrigens ab.

3 Dresden bleibt stabil

Die linke Punkband Feine Sahne Fischfilet gab am Mittwoch ein Konzert in Dresden. Im Vorfeld haben Nazis am Elbufer ein Plakat angebracht, auf dem stand: „Was reimt sich auf Zyklon B? Feine Sahne Fischfilet“. Statt auf die Provokation anzuspringen, dankte die Musikgruppe den „besorgten Bürgern“ und feierte ihre Fans, die den Nazidreck rasch entfernten. Leadsänger Monchi und seine Band sind sich sicher: Dresden ist noch nicht komplett im Arsch.

4 Bananenwitze ­gehen wieder

Luke Mockridge hatte letzten Sonntag einen denkwürdigen Auftritt im ZDF-„Fernsehgarten“. Der Komiker telefonierte mit einer Banane, machte Furzgeräusche und imitierte einen Affen. Aus Sicht der Moderatorin beleidigte er so das Publikum, „Mockridge, never ever again“, sagte sie. Ob Mockridge mit seiner überzeichneten Performance das Unterhaltungsniveau im Fernsehen auf die Schippe nahm oder letztlich an sich selbst scheiterte, ist offen.

5 Birkenpech machen ist leicht

Klebstoff muss nicht aus Kunststoff sein. Bisher dachte man, um Birkenpech herzustellen, das die Neandertaler*innen zum Kleben nutzten, sei viel Hingabe nötig. Jetzt hat ein Team von Forschenden aus Tübingen und New York gezeigt, dass es einfach ist: Wer wie Neandertaler*innen einen Naturklebstoff haben will, muss Birkenrinde in der Nähe glatter Steine verbrennen und das dabei entstehende Pech abkratzen. Simon Schwarz