taz­čÉżsachen

K├╝hle K├Âpfe im taz-Neubau

Das neue taz Haus ist eine Attraktion. Seit dem Einzug im November, haben wir es vielen hundert Besuchenden gezeigt ÔÇô und dabei auch die anspruchsvolle Klimatechnik vorgef├╝hrt. Deren Kern ist ein hermetisch geschlossener Kreislauf aus 30.000 Litern Wasser, das im Winter zum Heizen und im Sommer zum K├╝hlen st├╝ndlich durchs Haus gepumpt wird.

Davon, dass das System im Winter funktionierte, konnte man sich beim Besuch ├╝berzeugen. Aber w├╝rde ein System ohne konventionelle Kompressionsklimaanlagen es auch bei dr├╝ckender Hitze schaffen, eine Behaglichkeitsatmosph├Ąre herzustellen? Jetzt ist es sagenhaft hei├č drau├čen und wir haben den Beweis: Das Raumklima wird auch von den notorisch skeptischen taz-Mitarbeitenden als wohltuend empfunden. Und das ohne die katastrophal umweltsch├Ądlichen Klimager├Ąte, die horrende Mengen an Strom verbrauchen und daf├╝r kalte, aber schlechte Luft liefern.

Wie geht das? Im Wesentlichen wird der K├╝hlungsbedarf von adiabatisch betriebenen K├╝hlt├╝rmen erzeugt. Drei solcher T├╝rme stehen in der Dachetage und erzeugen durch Verdunstung von aufgetr├Ąufeltem Wasser die geforderten 22 Grad f├╝r das K├╝hlwasser des Systems. Einmal durchs Haus gelaufen, nimmt das Wasser die W├Ąrme der B├╝roluft auf und erw├Ąrmt sich auf etwa 25 Grad. Wer wissen will, wie viel K├Ąlteleistung von dem Verdunstungsprozess aufgebracht wird, kann es mit der einfachen Formel aus dem Produkt von M=Wassermenge 28,5 m3*c=spezifische W├Ąrmekapazit├Ąt von Wasser (1,16) * DT = Temperaturdifferenz nachrechnen. Andreas Bull