südwester: Kopflose Splitter
Kopflos steht sie da, Hamburgs Splitterpartei CDU. Noch immer hat sie niemanden für die Bürgermeisterkandidatur zur Wahl am 23. Februar 2020 gefunden. Dabei ist sie emsig auf der Suche. Der Parteichef indes will nicht, der Fraktionschef traut sich nicht, zwei KandidatInnen wurden krank, Parteifreunde von außerhalb verweigern sich. Jetzt wird über Ex-Landeschef Marcus Weinberg geraunt, der nach der 15,9-Prozent-Wahlklatsche 2015 sein Amt hingeschmissen hatte. Seine Wiederauferstehung will Weinberg bislang weder bestätigen noch dementieren, sondern rät zu Geduld. Zu Recht. Ist ja schließlich noch ein ganzes Jahr hin bis zur Wahl. Und wer will jetzt schon wissen, wer 2020 in Hamburg nicht Bürgermeister wird?
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen