südwester: Bodenlose Prechtheit
In einem Streitgespräch im Philosophie-Magazin über das Grundeinkommen mit Christoph Butterwegge hat Philosophie-Posterboy Richard David Precht gefordert, dass Kinder weder Grundeinkommen noch Kindergeld bekommen sollten. Auf Butterwegges Gegenfrage, wie eine Mutter von fünf Kindern mit 1.500 Euro im Monat zurechtkommen sollte, sagt der Professor der Leuphana-Uni Lüneburg: „Ich möchte nicht, dass jemand, der 1.500 Euro Grundeinkommen hat und keine Perspektive auf einen Beruf, auf die Idee kommt, fünf Kinder zu kriegen.“ Der südwester wiederum findet, dass Precht seine Frisur, seine sozialdarwinistische Haltung und sein nächstes Buch dringend abtreiben sollte.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen