VORMERKEN

Läuft noch, oder?

Ein Symbolbild. Der VW-Käfer taugt bestimmt zur Visualisierung des Wirtschaftswunders in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, und wenn man ihm etwas genauer unter die Haube guckt, sieht man da auch noch so Restbestände des Dritten Reichs, in dem er als Kraft-durch-Freude-Wagen über die reichsdeutschen Autobahnen brummen sollte. Hat man dann aber doch auf eine andere Art der Mobilmachung gesetzt. Und vielleicht kann man in dem Käfer auch ein Bild einer „nationalen Geschichte“ sehen, über die morgen am Donnerstag im Deutschen Historischen Museum diskutiert wird. Dabei wollen die Journalistin Franziska Augstein, die Schriftstellerin Thea Dorn, der Sozialhistoriker Jürgen Kocka und der Sozialpsychologe Harald Welzer der Frage nachgehen, ob in einer globalisierten und rundum vernetzten Welt die nationale Geschichte nun eine „Stifterin von Identität“ ist oder doch eher ein „Auslaufmodell“ darstellt. Eine Debatte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläums des Deutschen Historischen Museums jetzt im Oktober. TM

■ „Nationale Geschichte – Stifterin von Identität oder Auslaufmodell?“: Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2. Donnerstag, 19 Uhr