• 9.1.2018

Was fehlt …

… ein Pulli von H&M

Seit Sonntagabend erlebt das Textilunternehmen H&M einen Shitstorm. Der Grund ist ein Werbefoto, auf dem ein schwarzer Junge einen Pulli mit der Aufschrift „Coolest Monkey in the Jungle“ präsentiert. Auf einem anderen Modell aus der gleichen Kollektion steht dagegen „Survival Expert“ – und darin steckt ein weißes Kindermodell. Ein klarer Fall von Rassismus. Doch vom Fotografen bis zum Bildredakteur ahnte offensichtlich keiner, dass das Foto diskriminierend sein könnte. Im besten Fall, weil die Mitarbeiter so unvoreingenommen sind, dass sie nicht mal auf die Idee kamen, das Foto könnte rassistische Assoziationen hervorrufen. Vielleicht aber auch, weil Marketing gerne mal unreflektiert ist. Die Hall of Shame der Werbepatzer ist groß. Dort steht zum Beispiel das Modelabel Zara, das 2014 einen schwarz-weiß-gestreiften Pyjama mit einem gelben Stern vermarktete. Oder die Pflegemarke Dove, die eine Lotion „für normale bis dunkle Haut“ verkaufte. Zufall? Stümperei? Rassismus? Die Verantwortlichen verstecken sich gerne hinter entschuldigenden Phrasen. Fest steht, dass bei H&M jetzt nicht nur ein Bild auf der Homepage fehlt, sondern auch ein paar prominente Unterstützer haben sich verabschiedet, der ein oder andere Kunde auch und die Aktien sind nun weniger wert. (taz)
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  • 9.1.2018

Was fehlt …

… ein Pulli von H&M

Seit Sonntagabend erlebt das Textilunternehmen H&M einen Shitstorm. Der Grund ist ein Werbefoto, auf dem ein schwarzer Junge einen Pulli mit der Aufschrift „Coolest Monkey in the Jungle“ präsentiert. Auf einem anderen Modell aus der gleichen Kollektion steht dagegen „Survival Expert“ – und darin steckt ein weißes Kindermodell. Ein klarer Fall von Rassismus. Doch vom Fotografen bis zum Bildredakteur ahnte offensichtlich keiner, dass das Foto diskriminierend sein könnte. Im besten Fall, weil die Mitarbeiter so unvoreingenommen sind, dass sie nicht mal auf die Idee kamen, das Foto könnte rassistische Assoziationen hervorrufen. Vielleicht aber auch, weil Marketing gerne mal unreflektiert ist. Die Hall of Shame der Werbepatzer ist groß. Dort steht zum Beispiel das Modelabel Zara, das 2014 einen schwarz-weiß-gestreiften Pyjama mit einem gelben Stern vermarktete. Oder die Pflegemarke Dove, die eine Lotion „für normale bis dunkle Haut“ verkaufte. Zufall? Stümperei? Rassismus? Die Verantwortlichen verstecken sich gerne hinter entschuldigenden Phrasen. Fest steht, dass bei H&M jetzt nicht nur ein Bild auf der Homepage fehlt, sondern auch ein paar prominente Unterstützer haben sich verabschiedet, der ein oder andere Kunde auch und die Aktien sind nun weniger wert. (taz)