: Liebling des Jahres
Julia Boek ist Chefin vom Dienst
Deniz Yücel. Nach mehr als 300 Tagen in türkischer Haft liegen noch immer keine Anklageschrift und auch kein Termin für den Prozessbeginn vor. Also rauchen, hupen und schreiben wir weiter Briefe nach Silivri.
Sonnenhungrige BerlinerInnen, denn dies war der nasseste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Nach überschwemmten Straßen und vollgelaufenen Kellern im Juni fegten im Herbst dann Xavier und Herwart über die Stadt.
Am 9. November 2017 fiel die Mauer zum 28. Mal. Genau so lange teilte sie zuvor die Stadt.
Nullachtfünfzehn waren die Aktionen der BesetzerInnen der Volksbühne: Dass auch eine Castorf-Ära mal zu Ende geht, konnten sie nicht verkraften, stattdessen belagerten sie halbherzig das Foyer und forderten … ja was eigentlich?
„Ihre Fingerkuppe ist abgenutzt“, mahnte die Sachbearbeiterin des Bürgeramtes Tiergarten vorwurfsvoll, als ich meinen Zeigefinger zum vierten Mal widerwillig auf den Scanner legte, um einen neuen Reisepass zu beantragen.
taz lesen kann jede:r
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen