Palästina: Hamas macht Angebot an Fatah
| Die im Gazastreifen herrschende Hamas-Bewegung geht auf die im Westjordanland herrschende Fatah zu, um die jahrelange Spaltung der Palästinenser zu überwinden. Die radikalislamistische Gruppe teilte am Sonntag mit, sie lade die Regierung des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas dazu ein, „in den Gazastreifen zu kommen und ihre Aufgaben sofort zu übernehmen“. Die Hamas erklärte sich bereit, ihr Verwaltungskomitee für den Gazastreifen aufzulösen. Außerdem stimme sie allgemeinen Wahlen zu, hieß es. Ein Hamas-Vertreter sagte, Hamas und Fatah seien übereingekommen, sich innerhalb von zehn Tagen in Kairo zu treffen. Bis dann solle eine nationale Einheitsregierung die Verantwortung im Gazastreifen übernehmen. Die Fatah von Abbas reagierte vorsichtig. Fatah-Führer Mahmud Alu sagte im Rundfunk: „Wir wollen das tatsächlich geschehen sehen, bevor wir den nächsten Schritt machen.“ Es wurde damit gerechnet, dass die Hamas die Kontrolle ihrer Sicherheitskräfte in Gaza behalten will. (dpa, ap, afp)
Meinung + Diskussion
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen