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Dutzende Tote bei Luftangriffen auf Aleppo

SYRIEN Aus dem Süden des Landes wird der Beschuss von Daraa und Damaskus gemeldet

BEIRUT rtr/ap | Bei schweren Luftangriffen russischer Kampfjets auf Rebellengebiete im syrischen Aleppo sind nach Angaben der oppositionsnahen Beobachterstelle für Menschenrechte mindestens 25 Menschen getötet worden. Im Stadtteil Bustan al-Kasr seien eine medizinische Einrichtung und ein Spielplatz getroffen worden. Bewohnern und Rettungskräften zufolge wurden bei Angriffen auf von Rebellen gehaltenen Teilen Aleppos sowie in nahe gelegenen Dörfern, die von Aufständischen kontrolliert würden, insgesamt 50 Zivilisten getötet.

Die Angaben ließen sich unabhängig nicht überprüfen. Die syrische Armee und das mit ihr verbündete russische Militär hatten die Luftangriffe auf das seit Monaten umkämpfte Aleppo in der vergangenen Woche zurückgefahren, um Zivilisten zu ermöglichen, die Rebellengebiete zu verlassen. Insgesamt gesehen, haben die russischen und syrischen Luftangriffe seit dem Zusammenbruch des Waffenstillstands am 19. September jedoch zugenommen.

Auch aus anderen Landesteilen wurden am Dienstag Angriffe gemeldet. So seien in der teils von Rebellen, teils von Regierungstruppen kontrollierten südlichen Stadt Daraa mindestens fünf Menschen beim Beschuss einer Schule durch Aufständische ums Leben gekommen, berichteten die Beobachterstelle und staatliche Medien. Die Rebellen erklärten, sie hätten keine Schule angegriffen. Das syrische Staatsfernsehen meldete zudem Granateneinschläge in der Innenstadt von Damaskus nahe der Omaijaden-Moschee.

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