DUDLER-ZWILLINGE Baugrube zieht die Umgebung nach unten

Absenkung am Bahnhofsplatz

"Es handelt sich nicht um ein Absacken, sondern um ein Absenken"

Jens Tittmann, Sprecher des Bauressorts

Die Hochstraße ist durch die Baugrube am Bahnhofsvorplatz derzeit nicht gefährdet und kann uneingeschränkt genutzt werden. Darauf weist das Bauressort hin. Zwar gebe es eine Neigung des Geländes um drei Millimeter, aber erst ab fünf Millimeter sei ein Wert erreicht, auf den man reagieren müsse.

Ein Gutachter ist derzeit mit der Klärung befasst, wodurch die Absenkung verursacht wird. Zum Bahnhof hin beträgt die Absenkung allerdings bereits sieben Zentimeter, weswegen zwei BSAG-Gleise nicht mehr genutzt werden. Doch auch hier handele es sich „nicht um ein Absacken, sondern um ein Absenken“, betont Jens Tittmann, der Sprecher des Bauressorts. Soll heißen: Das Tempo des Vorgangs ist bislang sehr langsam, die Bewegung sei „über Monate“ registriert worden.

Eine offizieller Baustopp liegt nicht vor. Der Bauträger will jetzt jedoch von sich aus auf weitere größere Aushub-Arbeiten verzichten, bis die Zusammenhänge geklärt sind. Derzeit steht das Einbringen der 80 Meter langen Geothermie-Stäbe auf dem Arbeitsplan, über die die Gebäude später mit Erdwärme versorgt werden sollen. Deren Einbringen muss nach Einschätzung des Bauressorts nicht gestoppt werden, da die Stäbe sehr dünn seien und senkrecht eingedreht würden.

Derzeit ist die Baugrube etwa acht Meter tief. Insgesamt soll sie doppelt so tief werden. Die eingelassenen Spundwände haben eine Tiefe von 35 Metern. Nach Angaben der Behörde sei die Statik der Baugrube selbst „tiptop“. Henning Bleyl