: Einblick (597)
Ceal Floyer, Künstlerin
taz: Welche Ausstellung in Berlin hat Sie/dich zuletzt an- oder auch aufgeregt? Und warum?
CF: „Von Hockney bis Holbein. Die Sammlung Würth in Berlin.“ Wegen Hockney und Holbein.
Welche Zeitung/welches Magazin und welches Buch begleitet Sie/dich durch den Alltag?
ExBerliner und Guardian Weekly. Ich lese gerade David Nicholls’ „Us“. Es ist die Geschichte einer langjährigen Beziehung, die während einer Reise auseinanderfällt. „Us“ hat Humor, ist aber potenziell traurig. Und umgekehrt. Ab und zu lese ich auch aus Richard Cytowics „The Man Who Tasted Shapes“, ein Buch über Synästhesie, das mich aus verschiedenen Gründen interessiert. Das Erstere ist fiktional, das Letztere faktual.
Was ist dein/Ihr nächstes Projekt?
Meine aktuelle Ausstellung im Kunstmuseum Bonn wird, zum Teil mit neuen Arbeiten, nach Aarau ins Aargauer Kunsthaus wandern, am 29. Januar 2016 wird sie dort eröffnet. Nächstes Jahr nehme ich an der von Christian Jankowski kuratierten Manifesta 11 teil und im Herbst habe ich eine Einzelausstellung im Aspen Art Museum.
Ceal Floyers Biografie umfasst zahlreiche Einzelausstellungen, zuletzt im Museion, Bozen (2014), im Kölnischen Kunstverein (2013) und in den Kunst-Werken, Berlin (2009). Sie erhielt 2007 den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst in Berlin sowie den Nam June Paik Art Center Prize (2009). Sie war auf der Biennale von Venedig (2009), der Biennale in Singapur (2011) und der Documenta 13 (2012) vertreten. Bis Mitte Januar läuft im Kunstmuseum Bonn ihre bislang umfangreichste Einzelausstellung. Sie zeigt dort „Sold”, 1996 (2015), eine Arbeit, die aus einem roten Punkt besteht, der etwa auf Messen den Verkauf eines Kunstwerks signalisiert. Geschickt platziert neben Baselitz‘ Gemälde „Sandteichdamm“, den sich das Kunstmuseum nach dem Verkauf wieder zurückgeliehen hat. Bei Esther Schipper ist Floyer ebenfalls mit einer Einzelausstellung vertreten (s. oben). Sie beantwortet hier für den taz.plan erstmals Fragen in der Presse.
Welcher Gegenstand/welches Ereignis des Alltags macht Ihnen/dir am meisten Freude?
Der Klang starken Regens (vorausgesetzt, dass ich nicht im Regen stehe).
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen