Südwester: Schrankenlos
Manchmal tun sich unerwartete Allianzen auf. Die Neonazis zum Beispiel, die wanzen sich jetzt an die Landwirte ran, die sich, also vielmehr ihr Vieh, vom Wolf bedroht sehen. Und das bei dem traditionell innigen Verhältnis von Nazi und Wolf (Wolfsschanze!). Diese Rechten haben eben keine Schranken im Kopf. Wieso solidarisiert sich, sagen wir, der Deutsche Tierschutzbund, der die kommende Woche dem Protest gegen die Ferkelkastration ohne Betäubung widmet, diesem Vorbild folgend, nicht einfach mal mit den ganzen Dschihadisten, die aus Niedersachsen nach Syrien fahren (Schweinefleisch!)? Da denkt wieder keiner dran.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen