WIKILEAKS-MITGRÜNDER GEGEN AUSLIEFERUNG

Assange geht nochmals in Berufung

LONDON | Der Mitbegründer des Enthüllungsportals Wikileaks, Julian Assange, bekommt eine letzte Chance, Einspruch gegen seine Auslieferung an Schweden einzulegen. Der Londoner High Court erlaubte es dem 40-jährigen Australier, seinen Fall selbst vor das höchste britische Gericht zu bringen. Es sei „im öffentlichen Interesse“, dass der Supreme Court „so schnell wie möglich“ über den Fall entscheide. Die schwedische Justiz will Assange zu Vorwürfen der sexuellen Belästigung und der Vergewaltigung vernehmen. Assange bestreitet die Vorwürfe und sieht hinter ihnen ein politisches Komplott.

Assange hatte Anfang November einen Berufungsprozess vor dem High Court gegen die Auslieferungsentscheidung der Vorinstanz verloren. Wäre die erneute Berufungsmöglichkeit beim Supreme Court abgewiesen worden, wäre er innerhalb von zehn Tagen an Schweden überstellt worden. Assange soll im August 2010 mit zwei Schwedinnen ohne deren Einwilligung ungeschützten Sex gehabt haben. Assanges Umfeld fürchtet, dass er von Schweden aus an die USA ausgeliefert werden wird. (afp)