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Das Westberliner Schulwesen

■ betr.: "Schüler verunsichern die jüdischen Nachbarn", taz vom 26.4.90

Betr.: „Schüler verunsichern die jüdischen Nachbarn“, taz vom 26.4.90

(...) Es gibt deutsche / französische / polnische Juden / Christen / Konfessionslose etc. oder auch jüdische / christliche / konfessionslose etc. Deutsche, Franzosen und Polen etc. Die Gegenüberstellung von (Berliner) „Deutschen und Juden“ impliziert einen Begriff von Judentum, der primär ethnisch oder national, wenn nicht gar „rassisch“ / rassistisch konzipiert ist. Zu Euren Gunsten will ich annehmen, daß Ihr bei Eurer Formulierung von „der (deutschen) Uhlandschule“ nicht etwa die Assoziation „judenrein“ hattet, sondern daß es schlicht an Kenntnissen über das Westberliner Schulwesen mangelt: Dort gibt es staatliche und private Schulen; unter letzteren befinden sich die katholischen und evangelischen, die Waldorf-Schulen sowie die Grundeschule der Jüdischen Gemeinde. Der „Gegenbegriff“ zur jüdischen Schule wäre also „staatliche Schule“, wenn auf den Unterschied zwischen privat und staatlich hingewiesen werden soll, oder „katholische / evangelische / Waldorf-Schule“, sofern es um die Differenzierung zwischen verschiedenen privaten Trägern geht. (...)

Norbert, Berlin

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