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Journalist in Soweto erschossen

Johannesburg (ap/taz) - Bei einem Attentat im Johannesburger Schwarzengetto Soweto ist nach Angaben der Polizei am Mittwoch abend ein Journalist der Schwarzenzeitung 'The Sowetan‘ erschossen worden. Ebenfalls am Mittwoch war in den Redaktionsräumen der in Afrikaans erscheinenden linken Wochenzeitung 'Vrye Weekblad‘ eine Bombe explodiert. Dabei wurde niemand verletzt. 'Vrye Weekblad‘ hatte erst jüngst über ein Komplott der neonazistischen „Afrikanischen Widerstandsbewegung“ (AWB) gegen Staatspräsident de Klerk und ANC-Vize Nelson Mandela berichtet. In den vergangenen Wochen gab es in Südafrika wiederholt Attentate auf Apartheidsgegner. Auch der Tod einiger Mitgliedern des „Panafrikanistischen Kongresses“ (PAC) und der Black -consciousness-Bewegung „Azapo“ bei Autounfällen ist frappant.

Eine rechtsextreme Untergrundorganisation mit dem Namen „Weiße Wölfe“ hat die Verantwortung für die jüngsten Bombenanschläge übernommen. Sie kündigte eine Fortsetzung ihres „Freiheitskampfes“ für den Fall an, daß die Regierung ihre Forderung nach Beibehaltung der Apartheid nicht erfüllt. Die Behörden konnten bisher nach eigener Darstellung nicht ermitteln, ob eine Organisation dieses Namens tatsächlich existiert oder ob es sich um Aktionen einzelner handelt.

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