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Mauer-Recycling

Firma fressen Mauer auf: In Bernau wird derzeit mit Hilfe eines „Auflösungs- und Rekultivierungskommandos“ der früheren DDR-Grenztruppen die Berliner Mauer kleingehäckselt. Der Baubetrieb Bernau GmbH, der früher den Sozialismus mit aufbauen half und Betonplatten für die berühmteste Art von DDR-Neubauten herstellte, mahlt nun den antifaschistischen Schutzwall klein. Die mobile „Betonmühle“ stellte allerdings eine Westberliner Firma. Die verbleibenden, etwa zwei Zentimeter großen Betonstückchen sollen als Unterbau für die notwendige kapitalistische Mobilität auf den Straßen wiederverwendet werden. Und wenn alles weiter so gut geht wie bisher, dann wird hier nicht nur die Berliner Mauer, sondern die gesamte deutsche -deutsche Grenze verhackstückt und für ihre Wiedergeburt als Straßenunterbelag vorbereitet.

Foto: Jan-Eric Ouwerkerk

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