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Solidarität mit Klaus Bednarz

Bonn (adn/taz) — Meinungsfreiheit gelte nicht mehr, wenn am Persischen Golf geschossen und gestorben wird, stellen Sprecher der Grünen zur Kritik von WDR-Intendanz und Rundfunkrat am Moderator der Sendung Monitor, Klaus Bednarz, fest. In einer Erklärung weisen die Grünen darauf hin, daß es in diesen Tagen offenbar bereits als „Verfehlung“ gelte, „nicht in den offiziellen Hurra-Patriotismus einzustimmen“. Die Leitung des WDR hatte Bednarz wegen „politischer Verfehlungen“ in der Sendung Monitor special am 15. Januar, dem Tag des Ablaufs des UNO-Ultimatums, in der desertierte Soldaten und ihre Unterstützer zu Wort kamen, scharf gerügt.

Wer den Krieg am Persischen Golf kritisiere oder gar Bilder von Opfern früherer Kriege zeige, gelte bereits wieder als „vaterlandsloser Geselle“, kritisieren die Grünen. Zensur und Meinungsunterdrückung seien „in diesen Tagen wieder medienpolitische Richtlinie“. Die Grünen versichern dem Journalisten ihre Solidarität, die taz schließt sich an.

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