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Soziale Weiterbildung in Raumnöten

■ Domizil soll wieder Schule werden

Eigentlich wollten die Mitarbeiter des Instituts für Soziale Weiterbildung gestern ihr neues Programm präsentieren, doch die Hiobsbotschaft mit der sie vor kurzem überrascht wurden, änderte die Tagesordnung der Pressekonferenz. Denn in das vor Jahren umgewidmete Gebäude der Gesamtschule West, in der das Institut untergebracht ist, sollen nun wieder Schüler einziehen.

Deshalb fürchtet das Institut, in dem jährlich 3.000 bis 5.000 BremerInnen Kurse besuchen, um seine Weiterarbeit. „Etwa zwei Drittel unserer Veranstaltungen finden hier statt. Inzwischen haben wir in Gröpelingen eine Bildungsheimat für die Menschen hier geschaffen“, so Oranisationsreferent Michael Fitzke. Die Nutzungsverträge wurden bisher immer nur für ein Jahr bewilligt. „Das Haus dringend renovierungsbedürftig. Wir würden es in Eigenleistung instand setzen, wenn wir es unbefristet nutzen könnten. Dieses Zittern behindert alle Planungen“, beklagt sich Bildungsreferentin Renate Packmohr.

Die Bildungsbehörde bestätigte die Überlegungen, den ehemaligen Schulraum wieder für Unterichtszwecke zu nutzen. „Durch den starken Zustrom an Aussiedlern hat sich der Schulraumbedarf schlagartig erhöht“, stellt Johannes Schumacher fest, der beim Bildungssenator für Schulplanung zuständig ist. „Natürlich wollen wir unsere Investitionen so gering wie möglich halten, deshalb steht dieses Haus zur Diskussion.“ CS

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