: Der beste Sicherheitsgarant-betr.: "SPD mag keinen grünen 'Bullen' als Chef", taz vom 14.3.91
Betr.: „SPD mag keinen grünen ,Bullen‘ als Chef“, taz vom 14.3.91
Das ist wieder typisch: Die CDU eröffnet eine üble Hetzkampagne gegen Manfred Such, der als kritischer Polizist für die Grünen im Bundestag saß, und der SPD fällt darauf nichts anderes ein, als zu kuschen. Das Verbrechen von Manfred Such: Er stülpt über die Polzisten und Polizistinnen nicht eine Käseglocke, unter der Kritik an Fehlverhalten und rechtswidrigen Handeln verboten ist, sondern er legt die Maßstäbe von Recht und Gesetz auch und gerade an diejenigen an, die diese in der Gesellschaft durchsetzen sollen.
Dieser kritische Polizist wird einzig und allein deswegen verfolgt, weil er unbequem ist und sich nicht scheut, auch unangenehme Wahrheiten in der Polizei beim Namen zu nennen. Nicht wer unrechtmäßige Handlungen und Übergriffe von Polizisten kritisiert, ist ein „Nestbeschmutzer“ und „Sicherheitsrisiko“, sondern derjenige, der solche Rechtsverstöße begeht oder umf alscher Loyalität willen deckt. Wenn Manfred Such Rechtsverstöße von Polizisten nicht sprachlos hinnimmt, sondern dagegen vorgeht, dann dient das der Vertrauensbildung zwischen Polizei und BürgerInnen. Kritische Polizisten wie Manfred Such, die sich um ein demokratisches und staatsbürgerliches Bewußtsein bei der Polizei bemühen, sind der beste Sicherheitsgarant. Michael Vesper, Die Grünen, MdL, Düsseldorf
Eine Koalition, die was bewegt: taz.de und ihre Leser:innen
Unsere Community ermöglicht den freien Zugang für alle. Dies unterscheidet uns von anderen Nachrichtenseiten. Wir begreifen Journalismus nicht nur als Produkt, sondern auch als öffentliches Gut. Unsere Artikel sollen möglichst vielen Menschen zugutekommen. Mit unserer Berichterstattung versuchen wir das zu tun, was wir können: guten, engagierten Journalismus. Alle Schwerpunkte, Berichte und Hintergründe stellen wir dabei frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade jetzt müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Was uns noch unterscheidet: Unsere Leser:innen. Sie müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Es wäre ein schönes Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen