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Herr Druck badet in Talern, nicht in Goldbarren-betr.: "Wer könnte Dagobert Duck zum D-Mark-Kauf zwingen?", taz vom 11.5.91 (Wirtschaftsseite)

betr.: „Wer könnte Dagobert Duck zum D-Mark-Kauf zwingen?“, taz vom 11.5.91 (Wirtschaftsseite)

In dem ansonsten rundum schönen Artikel von Katrin Schröder ist Euch ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. Dagobert Duck hortet in seinem Geldspeicher mitnichten reines Gold, sondern durchaus Geld, nämlich Taler (deswegen ja auch „Geld“- und nicht „Goldspeicher“). Seine Barschaft erstreckt sich auf mehrere Tripstrillionen und einige Pimpillionen.

Die Begründung für die angebliche Vorliebe für Gold und die Ablehnung von Geld, nämlich das zitierte Mißtrauen gegenüber jedweder nationalen Notenbank, trifft dagegen tatsächlich zu. Dies hat seine Ursache in einem albtraumhaften Erlebnis des gefiederten Tycoons. Dagobert Duck mußte eines morgens in der Zeitung lesen, daß die Entenhausener Notenbank über Nacht die Talerwährung abgeschafft hatte. Am nächsten Morgen stellte sich zwar heraus, daß es sich bei der Schlagzeile um einen recht üblen Streich seiner Neffen gehandelt hatte (ihm wurde seine falsche Sparsamkeit zum Verhängnis: er fischte sich die Zeitungen ja immer aus den Papierkörben im Park). Doch da war es bereits zu spät. Er hatte seine ganzen Talerbestände in Fisch angelegt.

Ein Anruf in Entenhausen bei der freundlichen Sekretärin Ducks, einer gewissen Frau Rührig, hätte der Recherche mithin durchaus gutgetan. Meines Wissens verfügt die taz auch über einen Korrespondenten in den USA, der sich bei einem Besuch im Geldspeicher hätte überzeugen können, daß Herr Duck in Talern und nicht in Goldbarren badet. Ulli Kulke, München

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