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TuS Walle verpflichtet Uli Weiler

■ Ziel des ex-Bundestrainers Weiler in Bremen: „mindestens ein Titel“

Ab kommenden Montag werden die Waller Handballerinnen unter einem neuen Trainer schwitzen: Gestern unterschrieb Uli Weiler, Ex-Trainer des Frauen-Nationalteams, einen zweijährigen Vertrag beim TuS Walle.

Bevor der 48jährige Weiler, der zuvor den Männer-Bundesligisten TuRu Düsseldorf und vier Jahre lang das Nationalteam von Qatar am Persischen Golf trainierte, vor versammelter Presse seinen Namen unter das Vertragswerk setzen konnte, suchte er gestern seinen Platz am Tisch des Deutschen Meisters der letzten beiden Jahre: „Wo muß ich hin?“ Keine Frage: nach oben!

„Mindestens ein Titel“ muß es laut Weiler in der nächsten Saison schon sein, und: „Daß ich hier permanent unter Leistungsdruck stehen werde, ist klar.“ Mit „energischem Training“ will Uli Weiler die gesteckten Ziele erreichen: „Bei mir geht's stramm zu, und manche sagen mir einen Kommißton nach — dabei war ich nur zwei Jahre bei der Bundeswehr...“ Seine Kontakte als ehemaliger Bundestrainer will Weiler nutzen und noch die eine oder andere hochkarätige Spielerin an die Weser holen.

Von Weilers Vorgänger, Leszek Krowicki, habe man sich „in gegenseitigem Einvernehmen getrennt“, ließ Walles Vorsitzender Herbert Poppke verlauten. Bei der Sponsoring-Firma KSM ist Krowicki gekündigt, kann seine Siebensachen mitsamt Familie in Polen belassen — von dort wollte er nach der Zusage, daß er Walles Trainer bleiben werde, nach Bremen umziehen. „Wir brauchen einen deutschen Trainer“, dieses Argument war zuletzt aus internen Kreisen durchgesickert. Sponsor Volker Brüggemann deutete gegenüber der taz einen abermals anderen Sachverhalt der Dinge an: Manager Eddi Birr habe Krowicki vor zwei Wochen in Polen angerufen und ihn gebeten, nach Bremen zu kommen — „da es hier etwas durcheinander ging“. Aber: Krowicki sei nicht gekommen... Und bei Walle heißt es: „Weiler ist nun unser Mann!“ Ob mit Haut und Haar, wird sich zeigen. skai

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