■ Reise-Notizen: Kampf gegen Prostitution schadet Tourismus
Der erfolgreiche Kampf gegen Prostitution in der philippinischen Hauptstadt Manila hat nach Angaben der Regierung zu einem empfindlichen Rückgang im Tourismus geführt.
Nach Schließung der meisten Nachtlokale im Rotlichtviertel Ermita sei die Belegung der Hotels in den ersten neun Monaten dieses Jahres um fast neun Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 1992 zurückgegangen. Die stellvertretende Tourismusministerin führte dies auf den „Moralfeldzug“ des Bürgermeisters von Manila zurück, der im Vorjahr Bars und Bordelle schließen und Tausende von Prostituierten aus der Hauptstadt weisen ließ. Kritiker meinen, der wahre Hintergrund der Aktion sei Immobilienspekulation: Das heruntergekommene Ermita solle wie einst wieder das bevorzugte Wohn- und Geschäftsviertel der Reichen werden.
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