piwik no script img

Hühnerbaron schuldlos

Osnabrück Der als „Hühnerbaron“ bekanntgewordene Anton Pohlmann dem Kreis Vechtamuß sich doch nicht wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetzt vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Geflügelgroßzüchter eingestellt. Pohlmann war zunächst vorgeworfen worden, für die tierschutzwidrige Tötung von mindestens 80.000 Legehennen 1994 in Ankum bei Osnabrück mitverantwortlich gewesen zu sein.

Gegen Christoph Pohlmann, den Sohn des „Hühnerbarons“, soll dagegen ein Gerichtsverfahren eröffnet werden. Dieser ist als Geschäftsführer der Goldhuhn Eierhof GmbH, die die Hühnerfarm in Ankum betreibt, nach Auffassung der Staatsanwaltschaft direkt verantwortlich für die tierschutzwidrige Tötung der Hennen. Anton Pohlmann dagegen sei nur Gesellschafter. dpa

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen