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Szenetreff abgefackelt

■ Skins und Autonome liefern sich in Wernigerode erbitterte Schlägereien

Wernigerode (taz) – In Wernigerode im Harz nahmen in den letzten Tagen Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der autonomen Szene und rechtsextremistischen Skinheads an Schärfe zu. Vorläufiger Höhepunkt: In der Nacht zum Dienstag fackelten rund 30 Glatzen einen von Autonomen als Szenetreffpunkt genutzten ehemaligen Schlachthof ab. Zuvor waren die Skinheads randalierend durch die Innenstadt Wernigerodes gezogen. Nach Angaben der Polizei entstand bei dem Brand an dem Gebäude Totalschaden. Zum Zeitpunkt der Brandstiftung war niemand in dem Gebäude.

Der alte Schlachthof war bereits in der Nacht zum Samstag von rund 50 Skinheads und Rechtsradikalen angegriffen worden, als etwa 100 Punks und Autonome dort ein Fest feierten. Die Angreifer gingen mit Pflastersteinen gegen die Feiernden vor, die sich auf gleiche Art wehrten. Die Skinheads flüchteten schließlich in eine Bowlingbahn, die bei der folgenden Randale schwer verwüstet wurde.

Polizei und Beobachter der Szene befürchten jetzt, daß die Gewalt weiter eskalieren wird. Niemand erwartet, daß die Autonomen und Punks die Zerstörung ihres Treffpunkts tatenlos hinnehmen werden. Wernigerode gilt seit Jahren als eine der Hochburgen des Rechtsextremismus. Eberhard Löblich

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