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Nur eine kämpft in Atlanta für Bremen

■ NOK-Liste ist raus: Bremens einzige OlympiateilnehmerIn heißt Luise Stäblein

Jetzt wissen es die deutschen AthletInnen genau, ob sie dabei sind in Atlanta oder nicht – das Nationale Olympische Kommitee gab gestern die Nominierungen bekannt. Bremen liegt, was die Teilnehmerzahl angeht, auf einem Rang mit 31275 Arphe und 35315 Homberg an der Ohm: Nur eine, die Turnerin Luise Stäblein (Bremen 1860) darf antreten – in der Disziplin „Rhythmische Sportgymnastik“ (RSG). Diese junge olympische Disziplin konzentriert sich auf den eleganten Umgang mit Keulen und Bällen. Frau Stäblein wird allerdings bei ARD und ZDF nicht als Einzelne zu bewundern sein, denn sie ist eine Formationsturnerin.

Die NOK-Liste führt noch zwei weitere Damen als Bremerinnen auf; doch sowohl Christine Lindemann als auch Michaela Erler, beide Klasse-Handballerinnen des TuS Walle, sind auf dem Absprung und dürften in Atlanta bestenfalls als Ex-Bremerinnen gelten. Kreisläuferin Michaela Erler hat sich in den Kohlenpott zum Bundesligaligisten Borussia Dortmund abgemeldet. Und die Torfrau Christine Lindemann wurde gar als erste deutsche Handballerin vom Ausland weggekauft. Sie erhielt aus Norwegen ein äußerst attraktives Angebot und zieht nach Oslo um, wo sie innerhalb eines großen und wirtschaftlich tüchtigen Sportvereins nebenbei eine Marketing-Ausbildung erhält.

Von der Bremer Ruderhoffnung Oliver Rau ist schon länger bekannt, daß er aufgrund von Streitigkeiten innerhalb seines Vierers und eines dubiosen Auswahlverfahrens aus der Olympiamannschaft geflogen ist. Kleiner Trost: Er darf als Ersatzmann mit nach Atlanta fliegen.

Um ein Haar wäre Bremen in Atlanta gar nicht vorgekommen: Unsere Rhythmische Gymnastikerin wurde erst aufgrund eines Verletzungsausfalls nachnominiert. Immerhin würdigt der Deutsche Turnerbund mit der Nominierung von Luise Stäblein auch die Leistung des Sportvereins Bremen 1860, in Bremen an der Uni ein großes RSG-Leistungszentrum aufgebaut zu haben. BuS

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