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■ Schaltet Krümmel endlich ab!

Seit 1989 sind in der Gemeinde Elbmarsch gegenüber dem AKW Krümmel mit dem neuesten „Fall“ sieben Kinder und Jugendliche an Leukämie erkrankt sowie ein junger Erwachsener (22 Jahre), der inzwischen verstorben ist. Statistisch zu erwarten wäre in 30 Jahren ein „Fall“ gewesen.

Es wurde genug geredet. Die Landesregierung muß endlich konkrete Schritte zur Stillegung von Krümmel ergreifen. Wenn der Pressesprecher Herr Mucker erneut behauptet, die Landesregierung könne „ohne eine Änderung des Bonner Atomgesetzes (...) Krümmel nicht stillegen“, dann ist das schlicht falsch! Richtig ist, daß die Landesregierung bei einer Stillegung eine Weisung der Bundesumweltministerin und/oder eine Klage des Betreibers, der PreussenElektra, riskiert. Aber genau eine solche Klage würden die Atomenergiebetreiber gegen ein Atomenergieabwicklungsgesetz der Bundesregierung ebenfalls führen, wie sie anläßlich der Energiekonsensgespräche angekündigt haben.

Nicht nur wir, sondern über 70 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung sind mittlerweile der Überzeugung, daß ein Ausstieg aus der Atomenergie notwendig ist. Aufgrund dessen schätzen wir die Chancen, daß die guten Argumente für die Stillegung von Krümmel auch vor Gericht Bestand haben werden, als gut ein.

Wenn die Landesregierung jetzt wieder stillhält, ist der letzte Rest an Glaubwürdigkeit dahin, und das Gerede vom Ausstieg aus der Atomenergie, insbesondere vor Wahlterminen, erweist sich einmal mehr als hohle Phrase. Karl-Martin Hentschel,

MdL und Mitglied im Wirt-

schaftsausschuß des Landtages

Schleswig-Holstein

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