: Schwedische Nazis registrierten Juden
Stockholm (dpa) – Nationalsozialistische Gruppen in Schweden haben seit den 30er Jahren bis nach Kriegsende systematisch Juden registriert. Wie der Rundfunk in Stockholm gestern meldete, umfaßten die erst jetzt entdeckten Listen mehr als 20.000 Namen mit detaillierten Angaben über Angehörige, Einkommen und Arbeitsplatz. Als wahrscheinlicher Zweck der Registrierung wurde in dem Rundfunkbeitrag die Vorbereitung auf Deportierungen wie im nationalsozialistischen Deutschland und den im Krieg eroberten Ländern genannt. Schweden blieb während des Zweiten Weltkrieges neutral, unterstützte die deutsche Kriegsführung. Die Besetzung Schwedens durch deutsche Truppen galt bis gegen Kriegsende als denkbar.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen