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Rassismus beim Ouzo

■ Antifas wollen DVU-Treffen sprengen

Das Treffen soll verhindert werden. Wenn sich morgen Abend gegen 19 Uhr die Hamburger FunktionsträgerInnen der DVU in Billstedt ausgerechnet in einem griechischen Lokal versammeln, dürften sie bereits erwartet werden. Unter dem Motto „Keinen Raum den Faschisten“wollen Mitglieder des „Hamburger Bündnis gegen Rassismus und Faschismus“das Restaurant „Olympia“in der Möllner Landstraße/Ecke Reclamstraße blockieren.

Auf ihren monatlichen Treffen versucht die Partei des Münchner Verlegers Gerhard Frey nach Informationen der taz, InteressentInnen, die auf ihre rassistischen Postwurfsendungen reagiert haben, an die Parteiarbeit heranzuführen. „Diesen Prozeß gilt es zu stören. Faschistische Inhalte gehören geächtet und deren AnhängerInnen gesellschaftlich isoliert“, begründet das „Hamburger Bündnis“seine „Blockade-Politik“.

Durch die angekündigte Präsens von rund 300 AntifaschistInnen hoffen die Demo-AnmelderInnen, die DVU-Mitglieder und Sympathisanten dazu zu bewegen, am Mittwoch lieber gleich zu Hause zu bleiben. Zudem sollen Gaststätten-BesitzerInnen abgeschreckt werden, ihre Räume an die DVU oder andere rechtsradikale Organisationen zu vermieten. Nach Polizei-Informationen soll der Wirt des „Olympia“der DVU die Räume für Mittwoch bereits gekündigt haben. Diese Information gab die rechtsradikale Partei bis gestern abend allerdings nicht an die von ihr eingeladenen DVU-SympathisantInnen weiter. Marco Carini

Der Beginn der zum „Olympia“führenden Antifa-Demonstration ist für 17.30 Uhr am U-Bahnhof Billstedt geplant.

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