: Einstimmig in der Krise
■ Führende Grüne bilden einen „Krisenstab“
Bonn/Berlin (dpa) – Ein „Krisenstab“ soll die Grünen bis zur Bundestagswahl vor weiteren Zerreißproben bewahren. Er soll dafür sorgen, daß die Partei nur noch mit einer Stimme spricht. Nach der Wahl will die Partei durch eine Strukturreform die Parteiführung stärken sowie die Landesverbände mehr in die aktuelle Arbeit einbinden. Ziel des Krisenstabes sei es, auf politische Entwicklungen schnell und einmütig reagieren zu können, sagte die Bundesvorstandssprecherin Gunda Röstel am Donnerstag in Berlin. Außer ihr selbst gehören dem „Krisenstab“ Vorstandssprecher Jürgen Trittin sowie die Fraktionssprecher Kerstin Müller und Joschka Fischer an. Es gehe nicht an, daß x-beliebige Leute“ aus der Partei politische Fragen aus ihrer ganz persönlichen Sicht kommentieren, sagte Röstel. Die Bundesgeschäftsführerin Heide Rühle betonte die Notwendigkeit einer Strukturreform. Die Trennung von Amt und Mandat sei zwar eine „ganz gute Idee“, richte sich aber „gegen uns selber“, sagte Rühle im Südwestfunk.
taz lesen kann jede:r
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen