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■ Interfet erschießt drei Milizionäre
Dili (AP/dpa) – Die internationale Friedenstruppe in Osttimor (Interfet) hat sich am Samstag den bisher schwersten Kampf mit proindonesischen Unabhängigkeitsgegnern geliefert. Bei einer Schießerei in der Nähe des Dorfes Marko, rund 25 Kilometer von der Grenze zu Westtimor entfernt, wurden drei Unabhängigkeitsgegner getötet und drei weitere verletzt. Das teilte Interfet-Stabschef Mark Kelly mit. Die Milizionäre hätten im Morgengrauen einen UN-Spähtrupp angegriffen. Die Interfet-Soldaten seien unversehrt geblieben.
Nach dem vierten Gefecht in nur zehn Tagen wachsen die Befürchtungen, dass immer mehr Unabhängigkeitsgegner vom indonesischen Westen der Insel aus nach Osttimor eindringen, um gegen die seit vier Wochen dort stationierte Interfet einen Guerillakrieg zu führen.
In der osttimoresischen Hauptstadt Dili haben gestern erste Vorgespräche zwischen Indonesien und den Vereinten Nationen über die Bildung einer Übergangsverwaltung begonnen. Osttimors Rebellenführer Xanana Gusmao, der sich derzeit in Australien aufhält und in Kürze in seine Heimat zurückkehren will, hält eine UN-Verwaltung für Osttimor von bis zu drei Jahren für nötig.
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