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Gift aus Gen-Mais gelangt in Boden

London (dpa) – Der gentechnisch veränderte Bt-Mais gibt das von ihm produzierte Insektengift in den Boden ab. Das berichten Wissenschaftler der New York University im britischen Fachjournal Nature. Sowohl an Maispflanzen, die auf künstlichem Nährsubstrat wuchsen, als auch an Pflanzen, die auf natürlichen Boden standen, fanden Deepak Saxena und Mitarbeiter das Gift in unmittelbarer Wurzelnähe. Das Gift-Gen stammt aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis. Offensichtlich gibt der Mais das Insektengift über seine Wurzeln in den Boden ab, wo es nach Angaben der Wissenschaftler über die gesamte Versuchdauer von 234 Tagen aktiv blieb. Vermutlich bindet es sich an feine Bodenpartikel, wo es vor einem Abbau geschützt ist. Wie die Wissenschaftler betonen, gibt es keine Hinweise darauf, ob das von den Wurzeln abgegebene Gift irgendwelche Auswirkungen auf im Boden lebende Insekten hat. Das Bt-Toxin wird auch in der biologischen Schädlingsbekämpfung verwendet. Der Bericht der New Yorker Forscher ist ein weiterer Hinweis, dass gentechnisch veränderter Mais in unerwünschter Weise Bt-Toxin in die Umwelt entlässt. Das ursprünglich aus dem Bakterium B. thuringiensis stammende Gift-Gen wurde auf den Mais übertragen, um ihn vor Fraßschäden durch den Maiszünsler und andere Raupen zu schützen. Das Bt-Toxin wirkt speziell gegen Schmetterlingsraupen. Erst im Mai dieses Jahres hatten Wissenschaftler der Cornell University gezeigt, dass Raupen von Monarch-Schmetterlingen, die im Laborversuch künstlich mit Pollen bestäubte Blätter fraßen, Entwicklungsstörungen aufweisen oder sogar zu Grunde.gingen.

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