O-Ton: Verfehlt
„Die Lichtkathedrale wird man in Berlin von vielen Stellen aus sehen. Die Diskussion war aufgesetzt und übertrieben. Über Kunst kann man immer streiten. Historische Parallelen kann man, wenn man will, immer ziehen. Es ist aber verfehlt, immer gleich politische Parallelen zu ziehen mit dem Ziel, Anklänge an die schlimme Vergangenheit möglichst auf die Gegenwart zu projizieren. Ich rate hier zu mehr Gelassenheit und zu einem Bekenntnis zur Freiheit der Kunst.“
Der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen in einem Interview mit der Berliner Zeitung. Die Interviewer hatten gefragt, ob Diepgen die Kritik verstehe, welche die von der Firma „Art in Heaven“ an der Siegessäule geplante Lichtkathedrale in die Nähe von nationalsozialistischen Inszenierungen gebracht hat.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen