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Kriegsverbrecher nach Neuseeland

WELLINGTON afp ■ Kriegsverbrecher aus aller Welt könnten schon bald eine Reise in den Südpazifik antreten – allerdings nicht auf Kreuzfahrtschiffen. Das neuseeländische Außenministerium hat gestern angeboten, internationale Kriegsverbrecher auf dem Inselstaat einzusperren. Die Zustimmung der UNO vorausgesetzt, könnten Beschuldigte aller Nationalitäten, die vom Den Haager Kriegsverbrecher-Tribunal verurteilt wurden, ihre Haftstrafen in Neuseeland absitzen. Der stellvertretende neuseeländische Außenminister Matt Robson sagte, sein Land wolle mit diesem Angebot an die UNO Verantwortung für die Aufarbeitung und Sühnung von Verbrechen überall in der Welt übernehmen. Oftmals seien die Heimatländer der Straftäter nicht in der Lage, eine jahrelange Haft zu finanzieren.

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