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Netzwerk für mehr Studenten

Werbeaktion von Regierung, Wirtschaft und Universitäten soll Abiturienten anlocken

BERLIN dpa ■ Regierung, Wirtschaft und Universitäten bieten künftig gemeinsam Beratung zur Studienfinanzierung an, um mehr junge Leute unabhängig vom Geldbeutel der Eltern an die Hochschulen zu holen. Ausbildungskosten wirkten oft noch abschreckend, sagte Bernhard Jagoda gestern in Berlin. Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit ist Sprecher des von mehreren Institutionen gebildeten Netzwerks „Wege ins Studium“, das am Wochenende in Berlin eine Werbeaktion startete.

Hintergrund der Initiative ist der Fachkräftemangel in verschiedenen akademischen Berufen sowie der Umstand, dass nach einer neuen Untersuchung nur noch 68 Prozent der Abiturienten überhaupt ein Studium aufnehmen wollen.

Die Arbeitsmarktchancen von Hochschulabsolventen bezeichnete Jagoda als gut. In den 90er-Jahren seien in der Bundesrepublik insgesamt rund 1,6 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen. Gleichzeitig sei aber die Zahl der Arbeitsplätze für Beschäftigte mit akademischer Ausbildung von 4,5 Millionen auf 5,6 Millionen gestiegen.

Bei der Pilotveranstaltung informierten Hochschulen aus Brandenburg und Berlin über ihre Studienangebote. Weitere regionale Messen unter dem Motto „Studieren 2001“ sollen folgen. Es gehe nicht darum, „dass jeder Abiturient in Deutschland auch studieren muss“, so Jagoda. Es sollte aber jeder über die guten Berufschancen und Studienmöglichkeiten informiert sein. Gerade Abiturienten aus einkommensschwächeren Elternhäusern hätten in den letzten Jahren auf ein Studium verzichtet, sagte der Präsident des Deutschen Studentenwerkes, Hans-Peter Rinkens. Mit der Bafög-Reform dieses Jahres sei ein entscheidendes Hindernis beseitigt worden.

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