: Pisa: Die Antwort
Noch ehe die Pisa-Studie die Leistungsfähigkeit deutscher Schüler bemängelte, hat das „Forum Bildung“ eine Reihe kluger Anregungen formuliert. Das Forum berät die deutschen Kultusminister, es wird von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) und Bayerns Wissenschaftsminister Hans Zehetmair (CSU) geleitet. Die taz dokumentiert in Kurzform die abschließenden Empfehlungen des Forums, die heute und morgen in Berlin vorgestellt werden.
Kindergärten sollen die frühkindliche Bildung stärker fördern. Kindertagesstätten sollten künftig gebührenfrei sein. Deutschland muss erheblich mehr in die ersten Bildungsjahre investieren. Es braucht mehr Ganztagsschulen und ein klares pädagogisches Konzept für sie. Demokratisches Handeln und Wertevermittlung sind so wichtig wie kognitives Lernen. Lehrer benötigen eine bessere pädagogische Ausbildung und mehr gesellschaftliche Anerkennung. Deutschland muss seine Bildungsbeteiligung erhöhen – etwa durch flexible Übergänge zwischen den Schulformen. Universitäten müssen ihre Abbrecherquoten (40–80 Prozent) senken. Wer keinen Abschluss erhält, braucht eine zweite Chance. Besonders MigrantInnen müssen viel besser gefördert werden. Bildungseinrichtungen sollen sich für ihre Umwelt öffnen und eigenverantwortlich handeln.
CIF
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