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„Zurück in die Schule“

Unicef und Afghanistan organisieren Initiative für 1,7 Millionen afghanischer Kinder und 51.000 LehrerInnen

BERLIN epd ■ Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat gemeinsam mit der afghanischen Übergangsregierung die Initiative „Zurück in die Schule“ gestartet. Ziel sei es, dass ab dem 23. März rund 1,7 Millionen Kinder im Grundschulalter wieder zur Schule gehen und etwa 51.000 Lehrerinnen und Lehrer wieder unterrichten können, teilte Unicef gestern in Berlin mit.

Dafür stelle das Hilfswerk insgesamt 6.000 Tonnen Lern- und Arbeitsmaterialien zur Verfügung, darunter sieben Millionen Schulbücher, acht Millionen Schreibhefte, 18.000 Schultafeln sowie rund 60.000 Klassensets mit Heften und Stiften. Zudem würden 500 Schulzelte für jeweils 50 Schüler gespendet. Über Radio, Plakate, TV- Spots und Straßentheater in allen Provinzen werde die Bevölkerung aufgefordert, die Kinder zum Unterricht anzumelden. Die Wiedereröffnung der Schulen sei besonders für Mädchen und Frauen eine wichtige Chance zur Überwindung der jahrelangen Benachteiligung bei Bildung und Ausbildung. Sie müssten nach wie vor die Hauptlast von 23 Jahren Krieg und diskriminierender Geschlechterpolitik tragen. Wenn Mädchen und Frauen nicht lesen und schreiben lernen können, werde es keine positive Entwicklung in Afghanistan geben.

Den Angaben von Unicef zufolge wurden durch den Bürgerkrieg schätzungsweise 2.000 Schulen zerstört oder schwer beschädigt. Bis Mitte der 90er- Jahre waren 80 Prozent aller Lehrkräfte an den Grundschulen Frauen, in der Hauptstadt Kabul rund 60 Prozent. Nach dem Berufsverbot für Frauen durch die Taliban sei das Schulsystem deshalb fast vollständig kollabiert.

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